Aus NOGGS
Gesetz der ersten Wellenfront
" Bei der Lautsprecherwidergabe kann infolge von Refelxionen an Wänden oder bei mehreren örtlichen getrennten Lautsprechern, die das gleiche Signal abstrahlen, eine Zeit- und Phasendifferenz am hörort zustande kommen. Solange die Zeitdifferenz kleiner als etwa 30ms bleibt, wird die verzögert abstrahlende Quelle nicht wahrgenommen. Der verzögerte Schall verschmilzt mit dem unverzögerten Schall (Direktschall) und erhöht die Lautstärke. Die Schallquelle wird schon bei der ersten Wahrnehmung richtig geortet, und zwar auch dann, wenn das nachfolgende Signal einen bis zu 10db höheren Pegel hat.
Man nennt diesen Effekt das Gesetz der ersten Wellenfront oder den Precedens-Effekt.
Ist der verzögerte Schall sehr viel lauter oder trifft er später ein, so entsteht zunächst eine Vermischung und noch später ein Echo"
Quelle: Klinger, Hans Herbert; Lautsprecher-Baubuch

